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Fledermäuse und Höhenrekorde

Unser erster Histoury-Ausflusgtipp führt Sie eigentlich schon wieder heraus aus dem "Romantischen Franken". Der Hohenlandsberg, Thema dieses Beitrages, befindet sich nämlich bereits am südlichsten Ausläufer des Steigerwalds. Und nicht nur das, der Hohe Landsberg ist auch gleich noch die höchste Erhebung des Steigerwaldes. Mit seinen 498 Metern über Normalnull kann er aber ruhig belächelt werden - auf der heimischen Frankenhöhe geht's bis zu 554 Metern hoch. Dennoch mutet er mit seiner Kegelform, die weithin im Steigerwald und im Aischtal sichtbar ist, schon etwas bizarr an. Und geschichtlich interessant ist die Bergspitze auch noch...

Am besten besteigt man den Hohen Landsberg auf der südwestlichen Seite, von Weigenheim her. Im Weinort Weigenheim müssen Sie nur die "Hohenlandsbergstraße" suchen und dann immer dem grünen Wegweiser zum "Hohenlandsberg" folgen. Nach etwa 1,5 Kilometern auf Flurbereinigungsweg in östlicher Richtung kommen wir an einen Wanderparkplatz mit relativ neuer Unterstellhütte. Von dort ab führt ein ziemlich gut ausgebauter Wanderweg über einige Serpentinen auf einer Strecke von etwa zwei Kilometern hinauf zum Gipfel des Hohen Landsbergs - einfach den Markierungen "roter Strich-Punkt" und "Bocksbeutelweg" folgen. Geübte Wanderer können sich auch auf einem Hohlweg durchs Dickicht nach oben schlagen - vom JOCHSBERG.DE-Team ausgiebig getestet - viel Spaß ;-)

Sind wir auf dem Gipfel angekommen, so merken wir zunächst einmal nichts von unserer Lage "on top of the Steigerwald" - an Aussicht ist dank eines dichten und im Frühjahr herrlichen Laubwaldes nicht zu denken. Doch wir werden durch eine äußerst interessante Burgruine entschädigt: die Ruine "Hohenlandsberg". (Der geneigte Leser hat sicherlich schon bemerkt, dass der Berg "Hoher Landsberg" heißt, nur die Ruine wird "Hohenlandsberg" genannt - genug der Haarspalterei ;-) Etwa 250 Meter vor den ersten Wällen der Ruine sollten wir kurz einen Blick nach links werfen - tief gräbt sich dort die Schlucht eines Sandsteinbruchs in den Berg. Seinerzeit sicherlich kein leichter Job für die Erbauer der Burg.

Geschafft - am großen Ringwall der ehemals so bedeutenden und mächtig auf der höchsten Bergspitze des Steigerwaldes thronenden Burg Hohenlandsberg angekommen, sollten wir etwas Richtung Westen um den Wall herumgehen - und schon finden wir den Eingang über ein vollständig erhaltenes mächtiges Tor im Festungswall. Im Inneren der Ruine erwartet uns ein wildromantisches Szenario aus Laubbäumen und Sandsteingewölben. Diese sind im Winter ein beliebter Unterschlupf für Fledermäuse, weshalb das Gelände der Burgruine bereits heute Naturschutzgebiet ist und demnächst als Flora-Fauna-Habitat-Gebiet der EU ausgewiesen werden soll.

Nun aber die Fakten für unsere Geschichtsfreunde: bereits in keltisch-illyrischer Zeit bestand hier auf dem Hohen Landsberg wohl eine Wallanlage. Die Anfänge der Burg, von welcher wir hier die Ruine sehen, sind wohl in der staufischen Zeit zu suchen, zumindest gehört sie 1250 dem bekannten Geschlecht der Hohenlohe. Ab etwa 1380 wechselt die Hohenlandsberg häufig den Besitzer - die Edlen von Seinsheim, die Stadt Rothenburg ob der Tauber, die Deutschherren, die Herren von Stetenberg, der Bischof von Würzburg und letztendlich wieder die Seinsheimer (unter dem Namen der Schwarzenberger). In der Zeit des Bauernkrieges von 1525 wird auch Hohenlandsberg angegriffen und geplündert, aber nicht zerstört. 1547 schließlich das Verhängnis für die Burg: der Ansbacher Markgraf erhält Hohenlandsberg für seine Treue dem Kaiser gegenüber im Schmalkaldischen Krieg. Dieser setzt auf der Burg einen Amtsmann ein, welcher sich dort wie ein Raubritter benahm. So verbündeten sich die drei größten fränkischen Städte Nürnberg, Bamberg und Würzburg und zerstörten die Burg 1554. Dass es eine derartige "Verschwörung" gebraucht hat, lässt durchaus auf die Bedeutung (oder auf die Wehrhaftigkeit) von Hohenlandsberg schließen.

Nach dem Abstieg von diesem geschichtsträchtigen Ort können wir uns wieder den fränkischen Gaumenfreuden, z.B. in Form eines Schoppen Frankenweins, zuwenden. Hierfür unser zweiter Punkt in diesem Histoury-Tipp: der Wildberghof. Von Weigenheim aus fahren wir einfach in die südliche Nachbar-Ortschaft Ulsenheim und folgen dort am südlichen Ortsende den hölzernen Wegweisern zum Wildberghof. Dieser befindet sich - einige hundert Meter von der Gollachquelle entfernt - auf einem kleinen, bewaldeten Berghügel. Das renovierte Schlossgebäude im neoklassizistischen Stil befindet sich auf dem Standort eines mittelalterlichen Landschlösschens, welches der Uffenheimer Bürgermeister um 1850 im Stil seiner Zeit wieder aufbauen ließ - soviel zur Rubrik "History". Heute befindet sich das Anwesen im Privatbestitz der Familie Endreß aus Ulsenheim. 1994 wurde das Schlösschen renoviert, seitdem wird der Wildberghof mit seinen "Wenckerstuben" als Tagungsort und als stilvoller Rahmen für Familienfeiern beworben. Von Ostern bis zum 31. Oktober kann man dort sonn- und feiertags preiswert und stilvoll - nicht nur auf einen Schoppen Ulsenheimer Huttenberg - einkehren.

Links zum Thema:
Website des "Wildberghof auf Wildberghaag"
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Letzte Aktualisierung dieser Seite am 12.09.2018, 20:23 Uhr
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