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Kirchenchronik

1339 lässt der Ritter Burkhard von Seckendorff eine Kapelle in Schloss Jochsberg erbauen und stiftet dort eine Ewigmesse. Die Schlosskapelle wurde zu Ehren von Maria, Petrus und Paulus, Georg, Burkhard, Elisabeth und Margarete gestiftet. Zu dieser Zeit besteht Jochsberg nur aus dem Schloss, einem Vorhof, der Wolfs- und der Untreumühle.

Der Geistliche, der dort eingesetzt wird, ist "nur" ein Kaplan der Pfarrei Neusitz bei Rothenburg o.d.T., zu welcher Jochsberg zu jener Zeit gehörte. Kirchenrechtlich wurde Jochsberg übrigens nie von der Pfarrei Neusitz separiert.

Jener Geistliche erhält eine "Hofstatt" auf Schloss Jochsberg und diverse Besitzungen in Gunzendorf und Zailach. Auch in der weiteren Geschichte sollten die Geschicke der Kaplanei/Kirchengemeinde Jochsberg eng mit jenen des Schlosses verknüpft bleiben.

Als 1451 Burkhards Nachkommen aussterben, wird das Schloss Jochsberg als erledigtes Lehen durch Markgraf Albrecht Achilles eingezogen.

1459 wird Schloss Jochsberg an Friedrich von Seckendorff zu Renhofen wieder ausgegeben, der eine Kirche in Jochserg neu bauen lässt und 1492 dort auch begraben wird.

Um 1500 beginnt schließlich der Ausbau des eigentlichen Ortes Jochsberg.

1528 wird unter Friedrichs Enkel Kilian von Seckendorff das Markgrafentum und die Reformation in Jochsberg eingeführt.

1592 stiftet Hans Joachim von Seckendorff zu Jochsberg und Weißendorf, sowie seine Gemahlin, die beiden Kirchenglocken.

1659 folgt den Seckendorff die markgräfliche Verwaltung Jochsbergs.

1792 wird eine neue Kirchenorgel eingebaut.

1807 wird das Schloss verkauft und abgerissen; der Ort Jochsberg wächst jedoch weiter, nicht zuletzt durch eine kleine Judengemeinde im 17. und 18. Jahrhundert.

(angelehnt an den Vortrag Karl Borchardts zur 650-Jahr-Feier der St.-Mauritius-Kirche Jochsberg am 27.8.1989)

St. Mauritius, Jochsberg: Blick von Südosten

 

 

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Letzte Aktualisierung dieser Seite am 16.06.2001, 20:54 Uhr
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